Dienstag, 9. November 2010

Cuc Phuong Nationalpark



Dieses Wocheneden haben Jana, Knut, Stefan und ich 2 Freiwillige im 120 km entfernten Nationalpark in Cuc Phuong besucht. Zum Nationalpark muss man sagen, dass er sehr abgelegen liegt, quasi im Dschungel und bekannt für seine Affenstation ist. Jana und Knut sind mit dem Bus angereist, für Stefan und mich war das die erste längere Fahrt mit den Mopeds. Länger daher, da man hier in Vietnam für diese Strecke 3,5 Stunden einplanen muss, wenn alles glatt läuft. Wir sind also am Freitag Nachmittag losgefahren und um halb 7 abends in Cuc Phuong angekommen, wobei ab 6 Uhr nur noch mein Licht funktioniert hat, was sehr blöd war, da es zu dieser Uhrzeit schon stockdunkel war. Grund für die Dunkelheit war, dass an diesem Abend weder Mond noch Sterne zu sehen waren, von Straßenbeleuchtung ganz zu schweigen. Freitag haben wir dann nur noch gegessen, sind in unser cooles aber weniger luxuriöses Pfahlhaus eingezogen und haben abends auf der Terasse gechillt. Am Samstag haben wir dann eine Wanderung durch den Jungel unternommen, wobei ich den Tag über leider von Magenkrämpfen gequält wurde. Abends wurde dann wieder auf der Terasse gechillt und über das Leben philosophiert. Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück zuerst zur Schildkrötenstation gegangen und anschließend zur langersehnten Affenstation. Die Affenstation war absolutes Highlight, es gab über 150 Affen zu besuchen, von denen auch einige zahm waren und sich strecheln ließen. Nachmittags sind wir dann wieder zurück gefahren und zum Glück auch wieder gesund im trauten Hanoi angekommen.
Affen sind die Kings!

Dienstag, 2. November 2010

Spenden

Die Ha Tinh Provinz (3 ärmste Provinz in Vietnam) erlebt zur Zeit die schlimmste Flut seit seiner Geschichte. Über 70 Menschen starben und rund 800.000 von 1.200.000 Menschen sind nach Offiziellen Angaben betroffen.

Momentan werden in Ha Tinh von GTZ Mitarbeitern Menschen evakuiert, Hilfsgüter, wie Decken, Wasserkanister und Lebensmittel verteilt. Alle Mitarbeiter der Organisationen DED, DED Weltwärts und GTZ in Ha Tinh helfen der lokalen Bevölkerung und bitten um Ihre Unterstützung.

In Ha Tinh wurden nur am letzten Wochenende mehr als 68.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Es wurden nach Angaben unserer Behörden hier tausende Hektar Ackerboden überflutet. Für die betroffenen Menschen werden dringendst "rund 5000 Tonnen Reis" sowie Medikamente, sauberes Wasser, Hygieneartikel, Kleidung usw. benötigt. Es sind viele Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Kirchen und Verwaltungseinrichtungen getroffen. Bereits Anfang des Monats hatte es nach tagelangen heftigen Regenfällen schwere Überschwemmungen in Ha Tinh gegeben, bei denen mehr als 60 Menschen starben und etliche noch vermisst werden.

Es regnet immer noch und eine Ende ist nicht in Sicht.
Hilfe ist dringend notwendig. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Spenden:  Online bei Betterplace.org spenden, unter:
http://de.betterplace.org/projects/4867-soforthilfe-fur-flutopfer-in-ha-tinh-vietnam

Aktuelles Video:
http://www.youtube.com/watch?v=ICFCM7G5j_0

Oktoberfest

7 days without internet

Floodings & Oktoberfest

Heute habe ich mal wieder lust was zu posten und es gibt eigentlich auch recht viel zu berichten, letzte Woche waren 8 Leute in Ha Tinh, ich wollte ursprünglich auch mit kommen aber nachdem sich herausgestellt hat, dass so viele vor hatten das Wochenende in Ha Tinh zu verbringen, hatte ich keine lust mehr, da es in 'Großgruppen' ab und zu Komplikationen gibt ;) und zum Glück bin ich nicht mitgekommen, denn am nächsten Tag hat es in Ha Tinh und Umgebung angefangen zu regnen und dann einfach nicht mehr aufgehört, sodass es teilweise sehr starke Überschwemmungen gab. Unseren Leuten ist zum Glück nichts passiert, aber der Wochenendtrip wurde zu einem Wochentrip, da logischerweise kein Bus fährt, wenn das Wasser zwischen 50 cm und 3 m hoch steht. Glücklicherweise sind sie dann aber am Donnerstag morgen erschöpft aber unbeschadet im trauten Hanoi angekommen um mit uns am Freitag das Oktoberfest in Hanoi zu feiern. Wir haben 2 Wochen zuvor Karten dafür gekauft, die für hiesige Verhältnisse schweineteuer waren (um die 30 € für all you can eat & all you can drink) aber dafür hat es sich auch wirklich gelohnt. Das Oktoberfest wurde in einem riesigen Hotel gefeiert, am Freitag und am Samstag mit jeweils 1500 Gästen. Da es nur halbe Maß gab, haben wir ausgerechnet, dass jeder 8 halbe Maß trinken müsste um auf unsere Kosten zu kommen, da ein Maß in Deutschland ja 8 € kostet. Gesagt, getan! Wir haben ordentlich Alkohol konsumiert und hatten einen sehr schönen Abend, leider mit weniger Deutschen als erwartet, aber dafür reichlich Vietnamesen die in der ehemaligen DDR gelebt haben.

Ratte im Haus

Seit Montag wissen wir, dass wir eine Ratte im Haus haben und seit Dienstag wissen wir auch welchen Eingang sie benutzt und daher haben wir seit Mittwoch kein Internet mehr im Haus. Um nicht allzu große Verwirrung zu stiften kommt, hier genaueres: Am Montag kommen wir nach Hause, Jana läuft die Treppen hoch und schreit, dass neben ihr gerade eine Ratte hoch geflitzt sei. Also haben Stefan und ich alle Türen im Haus zugemacht, damit die Ratte wo auch immer sie stecken möge jetzt erstmal gefangen ist. Dann haben wir uns mit Besen bewaffnet und sind auf Rattenjagd gegangen, in jedes einzelne Zimmer, leider ohne Erfolg. Dienstag nacht weckt mich Jana und sagt, sie wisse jetzt wie die Ratte immer rein und raus kommt und zwar durch einen kleinen offenen Spalt von ihrem Schiebefenster das zum Balkon führt. Also habe ich es, nachdem ich ihr versichert habe, dass die Ratte nicht mehr in ihrem Zimmer sei, zugezogen, wobei immer noch ein kleiner Spalt vorhanden war, da das internet Lankabel von dort aus zum Nachbarhaus führt. Am Mittwoch hatten wir dann kein Internet mehr und anfangs dachten wir, dass es sich nur mal wieder um eine kleine Störung handelt – falsch gedacht- die blöde Ratte hat das Kabel durchgebissen, in der Hoffnung so in unser Haus zu kommen. So sind wir seither Rattenfrei, aber dafür ohne Internet.

Mir ist kalt

Ein ganz normaler Mittwoch morgen, man wacht auf, aber irgendwas ist anders, man friert. Seit Mittwoch haben wir nicht nur kein Internet mehr, nein es hat auch nur noch zwischen 20°C bis 23°C und ich muss sagen, es fühlt sich wesentlich kälter an. Wir tragen nur noch lange Hosen und Pullis und beim Motorradfahren natürlich noch Jacken aber es ist trotzdem kalt. Ich finde es ziemlich krass, jetzt war man 10 Wochen lang tropischen Temperaturen ausgesetzt und friert bei über 20°C.

Seit heute wieder Internet! Yeahhh

Dienstag, 12. Oktober 2010

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Vietnam ist, wenn man einen Kaffee trinkt, einen wundervollen Blick auf die völlig
überfüllte Straße hat, die Leute links und rechts von einem übertrieben laut reden, vor einem der Rasen gemäht wird, sich Hupgeräusche wie ein Tinitus im Ohr festsetzen, man bemerkt dass die allgemeine Formel des 21% Sauerstoffgehalts in der Luft durch den des Smog ersetzt werden kann und der Himmel daher auch eher einen gräulichen Farbton annimmt und man trotzdem alles herrlich findet.

Sonntag, 10. Oktober 2010

1000 Jahre Hanoi

Vielleicht wissen es ja ein paar von euch und falls doch nicht: seit dem 1. dieses Monats bis heute wird das 1000 jährige bestehen Hanois gefeiert, ich muss sagen dass ich nicht so viel davon mitbekommen habe bzw. nicht viel davon mitbekommen wollte. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Stadt in den letzten 10 Tagen einfach gnadenlos überfüllt war, es gibt viele Lichter/-ketten und auch einige Bühnen auf denen gesungen wird, gesperrte Straßen und natürlich Vietnamesen so weit das Auge reicht. Wir waren gestern abend in der Stadt und haben uns dann in eine Bar geflüchtet, da wir durch die erhöhte Geräuschkulisse aus Hupen und Vietnamesen sowie der großen Masse von Vietnamesen leicht angepisst waren.

Am Donnerstag haben wir Paulinas Geburtstag gefeiert und sind dafür zuerst in eine Bar und anschließend in eine Disco, die Cocktails waren zwar nicht so der Hammer aber dafür billig

Freitag hatten wir eine Hausparty bei uns mit ca. 25 Leuten, als Gastgeber sind wir dafür mit unserem Wasserbottich der 20 Liter fasst, in eine Bia Hoi gegangen und haben ihn dort auffüllen lassen. War recht witzig für uns aber noch witziger für die Vietnamesen die uns alle grinsend entgegen gekommen sind. Grund für unsere Party war dass uns die anderen Freiwilligen aus Hoi An und Ha Tinh besucht haben, auch 3 Leute aus den Phillipinen waren dabei die jetzt mit ihrem Freiwilligenjahr fertig sind und noch rumreisen. Die Party war gut und endete mit ein paar zerbrochenen Gläsern und 12 Leuten die bei uns übernachtet haben :)

Montag, 4. Oktober 2010

Bestes Wochenende bisher



Am Freitag sind Stefan und ich, zusammen mit Nam und zwei Freunden, nach Ha Long zu Nams Familie gefahren. Nach 4 Stündiger Busfahrt sind wir dann um 20.00 Uhr angekommen und mit dem Taxi zu Nams Onkel gefahren. Dort haben wir gegessen und gechillt und sind dann gegen 23.00 Uhr in unser Hotel eingecheckt. Da wir am Samstag früh aufstehen mussten haben wir uns entschieden abends nichts mehr groß zu unternehmen. Im Hotel haben wir zum ersten mal gemerkt dass wir uns schon an das tropische Klima gewöhnt haben, als wir unsere Klimaanlage von 20°C auf 25°C hochdrehen mussten :) Am Samstagmorgen sind wir dann traditionell Suppe frühstücken gegangen und dann anschließend mit dem Boot von Nams Onkel auf eine kleine Insel gefahren und das Beste daran war, dass auf der Insel niemand war, also keine Touris usw und daher das Wasser auch viel besser. Die Insel war wirklich schön, der ganze Tag an sich war genial, wir waren im Meer schwimmen und haben nebenbei auch noch ein bisschen geangelt. Abends gings dann wieder zurück, zuerst lecker essen mit der ganzen Familie inkl. reichlich Schnapps für die Männer und anschließend ab in die Disco. Die Musik war bis auf einen happy birthday techno remix der 2 mal wiederholt wurde echt gut nur viel lauter als in Deutschland. Jeder Tisch in der Disco hatte eine eigene Bedienung, die immer Alkohol nachgeschenkt hat, außerdem gab es in der Disco keine Türsteher sondern Militärsmänner die einfach nur still dastanden, fast so wie in England. Für den Sonntag war eigentlich geplant lange auszuschlafen, leider wurden dann aber um 6 Uhr Bohrungen am Hotel vorgenommen :D ... Wir waren dann noch ein letztes mal bei Nams Familie zum Essen und sind danach zurück nach Hanoi gefahren. Ich kann nur sagen, dass dieses Wochenede der Wahnsinn war und ich mich schon auf den Sommer 2011 freue