Freitag, 20. Mai 2011

Sapa


Letzte Woche war ich zusammen mit Jana in Sapa, das ist ein kleines Dorf in den Bergen und zählt zu einem der schönsten Plätze Vietnams. Eigentlich waren wir dort um in einem Hotel, das zu unserer Schule gehört, zu arbeiten, aber im Endeffekt hatten wir einfach nur eine Woche lang Urlaub, mit insider Tipps unserer Studenten.

Angereist sind wir mit dem Zug, für mich die erste Zugfahrt in Vietnam und noch dazu in einem Schlafzug. Nach einer 8 stündigen Zugfahrt und einer weiteren Stunde im Bus, sind wir im Baguette & Chocolat Hotel in Sapa angekommen.

Das Hotel ist sehr klein, hat insgesamt nur 4 Zimmer, sowie ein Restaurant und steht wegen seinem leckeren Essen in fast jedem Reiseführer. Die Students die dort arbeiten haben in Hanoi Englisch, kochen und zu kellnern gelernt und die Besten von ihnen durften nach Sapa. Sie haben also auch keinen Englischunterricht mehr und deshalb haben wir meistens was mit ihnen unternommen, oder ihnen einfach bei der Arbeit zugeschaut und geholfen.

Sapa an sich ist wirklich total schön, aber leider auch sehr touristisch, zu begutachten gibt es dort eine atemberaubende Landschaft mit vielen Reisfeldern und die 'minority peolpe' die sich selbst auch als solche bezeichnen was irgendwie lustig ist.



Während die Minderheitenmänner meist auf den Reisfeldern etwas außerhalb arbeiten, oder Gras und Holz von A nach B transportieren, sind einige Minderheitenfrauen in Sapa und versuchen den Touristen ihre selbst genähten Klamotten oder traditionellen Schmuck zu verkaufen.

Unsere Tage in Sapa haben sich meistens so gestaltet, dass wir aufgestanden sind, ein bisschen in der Küche und im Restaurant gechillt haben und dann irgendwann nach dem Mittagessen was es schon um 11 Uhr gab, mit ein paar Students auf den Markt gegangen sind. Überall kommen dann die Minderheitenfrauen auf einen zu und versuchen etwas an den Mann zu bringen, was dann etwa so beginnt: Hello where you from? Whats your name? How old are you und irgendwann fragen sie dann auch, ob man etwas von ihnen abkaufen möchte. Am ersten Tag war das noch ganz lustig, aber wenn man einfach wirklich nichts von ihren traditionell Hand gefertigten Klamotten und Co. kaufen möchte, können diese Frauen einen manchmal auch wirklich nerven, vor allem weil wirklich jede Frau die gleichen Fragen stellt und auch spätestens alle 5 Minuten eine neue Frau kommt. Kauft man dann nichts, bekommt man trotzdem ein Lächeln geschenkt und sie sagen nur: Maybe you buy for me later. Das hier viele Leute mehr lächeln und viel fröhlicher sind ist mir stark aufgefallen und dass die Minderheitenfrauen so gutes Englisch können, hat mich wirklich überrascht, weil in Hanoi gefühlt nur jeder 1000ste Englisch kann.



Ansonsten haben wir auch noch kleine Ausflüge mit ein paar Students unternommen und sind unter anderem zu zwei Wasserfällen gewandert und haben an unserem letzten Tag ein Minderheitendorf besucht, wo die Leute wirklich ganz einfach aber schön leben und wir sehr herzlich zum Essen eingeladen wurden. Auf dem Weg zum Dorf haben wir auch einige Kinder gesehen die gearbeitet haben und Futter für die Tiere getragen, oder Feuerholz gesammelt haben.

Apropos Essen, da wir ja im Hotel/Restaurant gearbeitet haben, wollten uns die Students auch immer von allem probieren lassen, was sie gebacken haben, d.h. wir 'mussten' uns im laufe der Woche durch sämtliches Gebäck essen, was da wäre Apfelkuchen, Zitronentarte, Muffins, Cookies, frittierte Bananen mit Honig, Mangosorbet und und und :D Naja was tut man schließlich nicht alles für die Arbeit.




Montag, 11. April 2011

Hoi An & Hue

Hallo ihr Lieben, ich lebe immer noch, in letzter Zeit hat sich nur einfach nicht so viel getan deswegen kommt erst jetzt wieder ein neuer Post. Ich kann eigentlich auch nur von zwei mehr oder weniger spannenden Sachen berichten, weil ich den Rest entweder schon wieder vergessen habe, oder einfach wirklich nichts sonderlich spannendes passiert ist.

Die Erste Sache ist, dass Jana und ich zu einer Weinprobe eingeladen waren und zwar einer ziemlich schicken. Die Einladung war ursprünglich an die Gründerin unserer Schule gerichtet (kurz zur Info: die Schule bildet Jugendliche die kein Geld haben für den Hotel und Restaurantbetrieb aus, zuerst lernen die Students in der Schule und sammeln dann in insgesamt 4 Trainingsrestaurants & Hotels praktische Erfahrung), die hatte jedoch keine Zeit und hat die Einladung an den Manager eines Restaurants weiter gereicht. Da auch er keine Zeit hatte, hat er die Einladung an uns weiter geleitet und dann sind wir also für unsere Schule zur Weinprobe gegangen. In einem der teuersten Hotels wurden Neuseeländische Weine angeboten und wir kamen uns anfangs etwas fehl am Platz vor, weil wir so tun mussten als ob wir an den Weinen interessiert seien, und sie eventuell in 'unser' Restaurant Sortiment aufnehmen. Nach ein paar Gläsern Wein haben wir uns dann aber ziemlich wohl gefühlt, wozu das leckere Buffet was von Zitronensorbet bis hin zu Miesmuscheln Pizza und Co. reichte, natürlich auch beigetragen hat. Man kann mich jetzt quasi als Weinkenner bezeichnen, mein Favorit war ein Gewürztraminer und bei Fragen rund um Neuseeländische Weine stehe ich gerne zur Verfügung :D

Die zweite Sache ist, dass Jana und ich 1 Woche Strandurlaub in Mittelvietnam gemacht haben. Dafür sind wir zum zweiten Mal nach Hoi An geflogen, wo auch schon unser Zwischenseminar stattgefunden hat, nur leider war das Wetter anfangs nicht so gut wie erhofft. Da sich die Sonne erst in den letzten 3 Tagen gezeigt hat, haben wir uns bis dahin einige Klamotten schneidern lassen, da Hoi An in Vietnam als die Schneiderstadt schlecht hin gilt. Außerdem waren wir für einen Tag in Hue, der ehemaligen Hauptstadt Vietnams und haben dort die Kaiserstadt bewundert. Glücklicherweise hat sich dann ab Freitag die Sonne gezeigt und wir sind sofort an den Strand gefahren. Am Sonntag haben wir einen Kleinbus gemietet um zu heißen Quellen zu fahren. Dort angekommen haben sich die heißen Quellen dann als kalte Quellen entpuppt, was aber gar nicht so schlimm war, da das Wetter einfach perfekt war.
Seit Dienstag sind wir wieder in Hanoi und auch hier ist es jetzt endlich warm geworden, jetzt können wir wieder am Westlake chillen und leckere Smothies genießen :D


Mittwoch, 23. Februar 2011

Kambodscha & Thailand

In Vietnam war in der ersten Februarwoche TET, auch bekannt als Neujahr und da uns gesagt wurde, dass alle Vietnamesen über TET zu ihren Familien fahren, viele Läden geschlossen haben und auch auf den Straßen kaum was los ist, bin ich für 3 Wochen nach Kambodscha und Thailand gereist.

Angefangen hat alles mit einem Flug von Hanoi nach Saigon, von dort aus bin ich dann mit einem Bus nach Can Tho zu Marian gefahren und schließlich haben wir zusammen mit einem Bus die kambodschanische Grenze überquert. Die Grenze war nicht bewacht oder durch irgendwelche Schranken verschlossen, man hätte eigentlich einfach durchfahren können, aber da wir später keine Probleme haben wollten, haben wir das Visa Office gesucht und gefunden. Die letzte Hütte die man mit einem Visa Büro in Verbindung gebracht hätte, hat sich dann jedoch als solches entpuppt. An der Hütte hingen keine Schilder mit dem Preis für das Visum, laut Reiseführer sollte das Visum aber nur 20 $ kosten. Ein Polizist in der Hütte hat dann aber gesagt, das Visum koste 25$ und nachdem wir gesagt haben, dass das Visum eigentlich nur 20$ kostet, hat er dann nur noch 22$ verlangt, die wir dann auch bezahlt haben. Marian musste aber 1$ mehr bezahlen, da er kein Passbild dabei hatte, aber ein Bild von ihm wurde trotzdem nicht gemacht, also reine Geldmacherei.

Als wir dann an der Grenze standen, wurde gleich ein weiterer Versuch unternommen, die 'Weißen' ab zu zocken und zwar haben unsere Mopedfahrer 20$ verlangt, um uns nach Kampot zu fahren, wo wir übernachten wollten. Nach langem Diskutieren und einem kleinen Streit haben uns dann 2 Locals für 4$ auf ihren Mopeds mitgenommen. Die Fahrt war ein kleines Abenteuer für sich, weil wir uns überhaupt nicht ausgekannt haben, es dunkel war, die Straßen nicht beleuchtet waren und Marians Mopedfahrer immer etwas schneller gefahren ist als meiner und sein Moped kein Licht hatte und wir uns dann dauernd aus den Augen verloren haben. Im Nachhinein hätten uns die Zwei irgendwohin fahren können, aber es ist dann alles gut gegangen und nach 1 Stunde Fahrt sind wir sicher in Kampot angekommen. Die Stadt ist nicht so besonders, deswegen haben wir am nächsten Morgen gleich den ersten Bus nach Sihanoukville genommen.

Sihanoukville ist einer der schönsten Badeorte in ganz Kambodscha, dort haben wir 3 Tage verbracht und größtenteils nur am Strand gelegen. Geschlafen haben wir in Dormrooms, das sind große Räume mit vielen Betten drin, perfekt für Bakpacker die nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Unser Gesthouse war gleichzeitig auch die größte Disco im Umfeld, was einerseits zum Feiern cool war, wenn man aber mal früh ins Bett wollte, weniger cool war, aufgrund von sehr lauter Musik bis 8 Uhr morgens.

Hier ist mir zum ersten mal die Kinderarbeit und der Sextourismus aufgefallen. Die Kinder laufen andauernd den Strand entlang und wollen Früchte, Armbänder und ähnliches an die Westler verkaufen. Ich fand das nicht so cool, aber ich weiß auch nicht wie schlimm das für die Kinder war, wir haben uns nämlich mit ein Paar unterhalten und sie meinten sie machen business, verdienen sich hier Geld dazu und bezahlen auch ihre Englisch Schule damit und klangen gar nicht so unglücklich. Es war so wie so ziemlich krass, dass so gut wie jeder Englisch sprechen konnte, was man aus Vietnam einfach nicht gewohnt war. Auf der anderen Seite, gab es aber auch Kinder die in ziemlich dreckigen Klamotten rumgelaufen sind, kein Englisch sprechen konnten und immer nach leeren Flaschen gefragt haben. Auch um 2 Uhr nachts saß immer ein kleines Mädchen vor dem Eingang unserer Disco, ziemlich dreckig, traurig und müde und hat nach etwas Geld gebettelt und damit kam ich wirklich nicht klar. Man kann den Kindern auch nicht wirklich helfen, weil sobald man ihnen etwas gibt, unterstützt man ja die Kinderarbeit.

Zum Thema Sextourismus kann ich nur sagen, dass es abends teilweise ziemlich ekelig war, die alten weißen Männer zu sehen, die dann eine junge Kambodschanerin im Arm hatten. Der Club war abends allgemein überfüllt von Prostituierten, was einem selbst die Feierlaune dann oft genommen hat. Aber auch in Vietnam sieht man ab und zu einen Weißen und eine Vietnamesin und man denkt gleich Sextourist, was eigentlich auch ziemlich dumm ist, weil ja nicht jeder so ist. Nur in Sihanoukville war es abends in der Disco ziemlich offensichtlich. Naja so viel zu diesem Thema...

Nach Sihanoukville ging es dann nach Siemreap wo wir uns mit anderen Freiwilligen getroffen haben. Siemreap ist Ausgangspunkt für die Besichtigung von Angkor, dort gibt es die größten, noch erhaltenen Tempelanlagen Kambodschas, mit dem berühmtesten Tempel Angkor Wat. Ich glaube Angkor ist sogar eine der größten Tempelanlagen der Welt, wenn nicht sogar die Größte. So gut wie jeder Tourist in Kambodscha besichtigt Angkor. Das war auch der Grund, warum wir nach Siemreap wollten, also sind wir am nächsten Morgen um 6 Uhr mit Fahrrädern bewaffnet gen Angkor gefahren und sind dort auch erfolgreich angekommen, nur leider etwas zu spät für den Sonnenaufgang :D Angkor war wirklich sehr beeindruckend und ich kann die Besichtigung dieser riesigen Tempelanlage nur weiterempfehlen. Uns hat jedoch 1 Tag gereicht, man konnte auch eine 3 Tagestour machen, aber dafür hatten wir nicht genügend Zeit und auch nicht genug Interesse. Die ersten zwei Tempel sind die Größten wobei der Erste um einiges riesiger ist, mir persönlich hat aber der Zweite mit den vielen in Stein gemeißelten Gesichtern mehr gefallen hat. Die vielen anderen Tempel sind auch alle Sehenswert, aber mit der Zeit sehen sich die Tempel einfach alle sehr ähnlich, also uns hat ein Tag Angkor wirklich gereicht.

2 Tage haben wir anschließend in Battambang, eine der größten Städten Kambodschas, verbracht. Dort haben wir entspannt und sind abends mit den Freiwilligen aus Kambodscha feiern gegangen.

Da wir dachten, dass ein Flug von Thailand nach Vietnam nur um die 50$ kostet und das Visum for free ist, haben wir uns dann entschlossen, nach Bangkok zu fahren. Gesagt getan, haben wir in Bangkok dann aber leider gemerkt, dass Flüge mindestens doppelt so teuer sind, deshalb haben Marian und ich uns entschlossen, mit dem Bus über Kambodscha wieder zurück zu fahren, um noch Phnom Phen, Kambodschas Hauptstadt, zu besichtigen und nicht noch für eine Woche mit den Anderen die teure Flüge gebucht haben, durch Thailand zu reisen. Wir haben dann alle 4 coole Tage in Bangkok verbracht und einiges Besichtigt und uns dann am letzten Tag getrennt.

In Thailand ist mir der große Unterschied zwischen Entwicklungsland und entwickeltem Land aufgefallen, wie viele Autos im Gegensatz zu Vietnam auf den Straßen fahren, dass alles viel westlicher ist und auch es auch viel mehr Touris gibt.

Um durch Kambodscha reisen zu dürfen, brauchten wir natürlich wieder ein Visum und unser Busfahrer wollte das unbedingt für uns erledigen und meinte das Visum würde 40$ kosten. Weil wir ihm nicht geglaubt haben, haben wir das selbst in die Hand genommen und unser Visum letzten Endes für 20$ bekommen, obwohl dort auch einige Polizisten waren, die uns ein Visum für 30$ geben wollten und auch im offiziellen Visagebäude waren Polizisten, die von allen Touris 3$ extra verlangt haben, obwohl auf einem Schild dick und fett 'Tourist Visa 20$' stand.

Die Fahrt nach Phnom Phen ist ansonsten problemlos verlaufen, dort hatten wir zwei wirklich entspannte Tage und sind dann auch ohne Probleme mit dem Bus wieder im trauten Vietnam angekommen.



Donnerstag, 20. Januar 2011

Ha Giang

Jetzt kommt mal ein Post den ich vor einem Monat und einer Woche hätte schreiben müssen, aber da leider keine Lust zu hatte :D und zwar haben Stefan, Thilo und ich eine Motorradtour nach Ha Giang gemacht und sind in den 4 Tagen insgesamt ca. 900 km weit gefahren. Zur Zeit ist es bei uns ziemlich kalt und deswegen wollte ich eigentlich noch Handschuhe für die Tour kaufen, hab im Supermarkt aber keine in meiner Größe gefunden und mir dann kurzerhand selbst welche genäht und anschließend mit Tape umwickelt damit der kalte Fahrtwind nicht durchkommt :D Los gings dann am Samstag morgen, nach dem Frühstück das ganz traditionell eine Suppe war und zwar um 6 Uhr in der Früh. Danach sind wir losgefahren und sind bis auf kleine Kaffeepausen und Hintern-entspann-pausen bis nach Ha Giang durchgefahren. Für diese 300 km haben wir insgesamt 8 Stunden gebraucht, das liegt einerseits an den teilweise schlechten Straßen und an zu viel Verkehr. Wir wollten auch unterwegs keine größeren Pausen machen, weil die Strecke nach Ha Giang zwar ganz schön ist, aber das eigentliche Highlight sind die 300 km um Ha Giang.
Für diese 300 km haben wir uns deshalb auch 2 Tage Zeit genommen und sind auch immer möglichst früh los (um 6 Uhr morgens) damit wir tagsüber viel Zeit hatten, die wunderschöne Landschaft zu genießen. Außerdem muss man bedenken, dass es hier um 17 Uhr dämmert und um 18 Uhr dunkel ist und wir bis dahin immer unser Ziel erreicht haben sollten, da die Straßen außerorts oft sehr schlecht ausgebaut sind, von Schlaglöchern übersät sind und es keine Beleuchtung gibt (die „Autobahn“ ist beleuchtet und 'gut' ausgebaut, nicht dass ihr einen falschen Eindruck bekommt ;) ).


Also sind wir am Sonntagmorgen früh los, wurden jedoch schon um 9 Uhr aufgehalten, da es in der Nacht zuvor einen Erdrutsch gab und ein riesiger Felsen und massig Geröll den Weg versperrte. Auf beiden Seiten haben Mopeds, LKWs und Busse gewartet und nach einer halben Stunde ist ein Bagger gekommen und hat nach einer weiteren halben Stunde den Weg passierbar gemacht, der riesige Felsen war zwar immer noch da aber sogar die LKWs sind irgendwie durchgekommen. Ansonsten hatten wir am Samstag keine weiteren Probleme, ich war nur wirklich überwältigt von der Landschaft... Wir sind über einige wirklich krasse Bergketten gefahren und die Aussicht war einfach amazing, ihr könnt euch die Bilder ja selbst anschauen... Ich muss wirklich sagen, dass das was ich bei unserer Tour gesehen habe, zu den schönsten Dingen zählt die ich in meinem ganzen Leben sehen durfte, wenn nicht sogar das Schönste. Es gab immer ein bisschen Nebel, kein Smog, aber auf den Bildern sieht es nach mehr aus als es in Wirklichkeit war, was ich wirklich schade finde weil die Aussicht einfach der Hammer war und die Bilder das nicht 100% wiedergeben können. Es war Landschaftlich einfach total abwechslungsreich, es gab einige Flüsse, Wald, Nadelwald, Gebirgspässe...
So gings auch am Montag weiter, einfach eine unglaublich schöne Landschaft und wir sind sogar 50 km weiter gekommen als eigentlich geplant war.



Wir wollten dann noch kurz einen Fuß nach China setzen und sind zur chinesischen Grenze gefahren (die dünne blaue Linie auf der Karte) wurden jedoch 1 km vor der Grenze von einer Schranke und einem Polizisten aufgehalten, der uns einfach nicht durchfahren lassen wollte. Um 18 Uhr sind wir dann in der Nähe von Ha Giang angekommen und waren recht glücklich, weil wir ein nettes Hotel gefunden hatten. Dazu muss ich sagen dass es echt nervig war, unterwegs immer was zum Schlafen und Essen zu finden, da hier halt nirgends Preise stehen und wir als Ausländer immer viel zu hohe Preise (im Vergleich zu Deutschland immer noch spottbillig) bezahlen sollten und erst ewig handeln mussten und nachdem wir uns auf einen Preis geeinigt hatten das Zimmer oder das Essen oftmals doch teurer war als zuvor ausgemacht. Da keiner von uns fließend Vietnamesisch beherrscht und die meisten Vietnamesen mit denen wir es zu tun hatten kein Englisch sprechen konnten, mussten wir dann halt manchmal mehr zahlen... Die Rückfahrt von Ha Giang nach Hanoi war aber einfach nur be******** wir hatten ein Problem mit Stefans Moped und saßen dann 3,5 Stunden bei einer Werkstatt fest, bis sie endlich den defekten Zündverteiler ausgetauscht haben. Der Zündverteiler war ein spezielles, in China kopiertes Produkt und daher hat das alles so lange gedauert, wäre es ein Normaler gewesen, hätten wir wahrscheinlich nach fünf Minuten wieder weiter fahren können. Wir sind dann um 19 Uhr in Hanoi angekommen und waren alle recht angepisst, aber zum Glück ist uns nichts passiert und wir hatten nie Regen und für den Ausblick hat sich die Stress reiche Rückfahrt dann doch gelohnt.

Ps: Ich gehe am 28. für 2 Wochen nach Kambodscha und werde danach irgendwann darüber schreiben :D