Donnerstag, 20. Januar 2011

Ha Giang

Jetzt kommt mal ein Post den ich vor einem Monat und einer Woche hätte schreiben müssen, aber da leider keine Lust zu hatte :D und zwar haben Stefan, Thilo und ich eine Motorradtour nach Ha Giang gemacht und sind in den 4 Tagen insgesamt ca. 900 km weit gefahren. Zur Zeit ist es bei uns ziemlich kalt und deswegen wollte ich eigentlich noch Handschuhe für die Tour kaufen, hab im Supermarkt aber keine in meiner Größe gefunden und mir dann kurzerhand selbst welche genäht und anschließend mit Tape umwickelt damit der kalte Fahrtwind nicht durchkommt :D Los gings dann am Samstag morgen, nach dem Frühstück das ganz traditionell eine Suppe war und zwar um 6 Uhr in der Früh. Danach sind wir losgefahren und sind bis auf kleine Kaffeepausen und Hintern-entspann-pausen bis nach Ha Giang durchgefahren. Für diese 300 km haben wir insgesamt 8 Stunden gebraucht, das liegt einerseits an den teilweise schlechten Straßen und an zu viel Verkehr. Wir wollten auch unterwegs keine größeren Pausen machen, weil die Strecke nach Ha Giang zwar ganz schön ist, aber das eigentliche Highlight sind die 300 km um Ha Giang.
Für diese 300 km haben wir uns deshalb auch 2 Tage Zeit genommen und sind auch immer möglichst früh los (um 6 Uhr morgens) damit wir tagsüber viel Zeit hatten, die wunderschöne Landschaft zu genießen. Außerdem muss man bedenken, dass es hier um 17 Uhr dämmert und um 18 Uhr dunkel ist und wir bis dahin immer unser Ziel erreicht haben sollten, da die Straßen außerorts oft sehr schlecht ausgebaut sind, von Schlaglöchern übersät sind und es keine Beleuchtung gibt (die „Autobahn“ ist beleuchtet und 'gut' ausgebaut, nicht dass ihr einen falschen Eindruck bekommt ;) ).


Also sind wir am Sonntagmorgen früh los, wurden jedoch schon um 9 Uhr aufgehalten, da es in der Nacht zuvor einen Erdrutsch gab und ein riesiger Felsen und massig Geröll den Weg versperrte. Auf beiden Seiten haben Mopeds, LKWs und Busse gewartet und nach einer halben Stunde ist ein Bagger gekommen und hat nach einer weiteren halben Stunde den Weg passierbar gemacht, der riesige Felsen war zwar immer noch da aber sogar die LKWs sind irgendwie durchgekommen. Ansonsten hatten wir am Samstag keine weiteren Probleme, ich war nur wirklich überwältigt von der Landschaft... Wir sind über einige wirklich krasse Bergketten gefahren und die Aussicht war einfach amazing, ihr könnt euch die Bilder ja selbst anschauen... Ich muss wirklich sagen, dass das was ich bei unserer Tour gesehen habe, zu den schönsten Dingen zählt die ich in meinem ganzen Leben sehen durfte, wenn nicht sogar das Schönste. Es gab immer ein bisschen Nebel, kein Smog, aber auf den Bildern sieht es nach mehr aus als es in Wirklichkeit war, was ich wirklich schade finde weil die Aussicht einfach der Hammer war und die Bilder das nicht 100% wiedergeben können. Es war Landschaftlich einfach total abwechslungsreich, es gab einige Flüsse, Wald, Nadelwald, Gebirgspässe...
So gings auch am Montag weiter, einfach eine unglaublich schöne Landschaft und wir sind sogar 50 km weiter gekommen als eigentlich geplant war.



Wir wollten dann noch kurz einen Fuß nach China setzen und sind zur chinesischen Grenze gefahren (die dünne blaue Linie auf der Karte) wurden jedoch 1 km vor der Grenze von einer Schranke und einem Polizisten aufgehalten, der uns einfach nicht durchfahren lassen wollte. Um 18 Uhr sind wir dann in der Nähe von Ha Giang angekommen und waren recht glücklich, weil wir ein nettes Hotel gefunden hatten. Dazu muss ich sagen dass es echt nervig war, unterwegs immer was zum Schlafen und Essen zu finden, da hier halt nirgends Preise stehen und wir als Ausländer immer viel zu hohe Preise (im Vergleich zu Deutschland immer noch spottbillig) bezahlen sollten und erst ewig handeln mussten und nachdem wir uns auf einen Preis geeinigt hatten das Zimmer oder das Essen oftmals doch teurer war als zuvor ausgemacht. Da keiner von uns fließend Vietnamesisch beherrscht und die meisten Vietnamesen mit denen wir es zu tun hatten kein Englisch sprechen konnten, mussten wir dann halt manchmal mehr zahlen... Die Rückfahrt von Ha Giang nach Hanoi war aber einfach nur be******** wir hatten ein Problem mit Stefans Moped und saßen dann 3,5 Stunden bei einer Werkstatt fest, bis sie endlich den defekten Zündverteiler ausgetauscht haben. Der Zündverteiler war ein spezielles, in China kopiertes Produkt und daher hat das alles so lange gedauert, wäre es ein Normaler gewesen, hätten wir wahrscheinlich nach fünf Minuten wieder weiter fahren können. Wir sind dann um 19 Uhr in Hanoi angekommen und waren alle recht angepisst, aber zum Glück ist uns nichts passiert und wir hatten nie Regen und für den Ausblick hat sich die Stress reiche Rückfahrt dann doch gelohnt.

Ps: Ich gehe am 28. für 2 Wochen nach Kambodscha und werde danach irgendwann darüber schreiben :D



Donnerstag, 30. Dezember 2010

Weihnachten

Mit leichter verspätung wünsche ich euch nachträglich noch frohe Weihnachten :D hoffe ihr habt die Tage genossen, hier hatten wir ein schönes Wochenende aber es kam kaum Weihnachtsstimmung auf, da hier in Vietnam ja leider kein Weihnachten gefeiert wird. Ich hab am Freitag bei der Arbeit den Weihnachtsman gespielt und unsere Students und kleine Gäste beschenkt. Danach ist der großteil unserer WG in die Kirche gegangen, leider war der Gottesdienst auf Französisch und ich hab dementsprechend wenig verstanden, war aber trotzdem schön und das hat mir ein wenig den Ansporn gegeben, eventuell mal meine Französischkenntnisse auf zu frischen :D
Danach waren wir in einem leckeren Steakrestaurant und anschließend haben wir alle Hanoier zu uns in die WG zum Glühweintrinken eingeladen. Abends sind wir dann noch in unsere Stammdisco gegangen, leider endete der Abend schon um halb 3 als die Polizei die Disco geschlossen hat. Desshalb sind wir dann nochmal am Samstag hingegangen, diesmal ohne Polizei. Den Sonntag haben wir dann mit Ausschlafen, Brunchen und Filmen gefüllt.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, hoffe ihr seid gesund und ich melde mich wieder 2011!


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Bilder Marmorberge

Zwischenseminar2

Am Montag vor zwei Wochen hat unser Zwischenseminar in Hoi An begonnen, wir sind aber schon am Freitag hingeflogen, um noch ein bisschen mehr Zeit im traumhaften Hoi An verbringen zu können. Dort ist es wirklich schön, viel bessere Luft, tolles Essen und Meer mit einem tollen Strand ohne Touris. Das Wochenende über, haben wir die meiste Zeit am Meer verbracht und entspannt. Von Montag bis Freitag war dann unser Zwischenseminar, wir haben über unsere bisherigen Erfahrungen, Erlebnisse, und Probleme geredet... Mittwoch morgens um halb 5 sind dann noch Stefan Thilo und ich zu den Marmorbergen und den Monkey Mountains gefahren wo es viele Buddha Statuen und Pagoden zu bewundern gibt. Am Freitag bin ich dan zusammen mit Jana ganz in den Süden geflogen, nach Saigon / Ho Chi Minh City, dort haben wir einen Tag verbracht ein Jazzkonzert besucht und sind dann mit dem Bus ins 3 Stunden entfernte Can Tho gefahren um Marian und die Südfreiwilligen zu besuchen. Dort haben wir bis Sonntag Urlaub gemacht, Can Tho an sich ist nicht besonders, nur etwas ruhiger und sauberer als Hanoi und um 12°C wärmer. Wir hatten viel Zeit um mal abzuschalten, waren Schwimmen, die leckersten Krabben meines Lebens essen – bis jetzt - und ich habe sogar gleich zwei mal Hund gegessen. Kleines highlight war der deutsche Tag in Soc Trang am Samstag, der unter anderem mit Eierlaufen, Tauziehen und einem Kochwettbewerb für deutsches Essen gefeiert wurde, bei dem wir leider nicht teilnehmen durften aber dafür alles probieren sollten, Kohlrouladen, Frikadellen und co wurden gefeiert! Am Sonntag hat dann Jana leider ihren Geldbeutel am Flughafen verloren oder er wurde ihr geklaut und alles wurde ein wenig stressig, daher war ich froh als wir müde und kaputt in unserer Wg angekommen sind und ich mal wieder in meinem eigenen Bett schlafen konnte.
Liebe grüße, frohe Weihnachten und ich hoffe dass ihr schon alle Geschenke für eure Lieben gekauft habt ;)


Ps: wenn man auf das Bild klickt öffnet sich meine Gallerie und man kann alle Bilder sehen :)

Montag, 29. November 2010

Zwischenseminar

Hallo liebe Leute, ich hab schon seit laengerem nichts mehr geschrieben, es ist aber seither auch nicht viel spannendes passiert. Ich habe jetzt gerade mein Zwischenseminar und fliege dann noch weiter runter in den Sueden und besuche dort Marian. Also werde ich erst wieder in 2 Wochen was schreiben. Bis dahin viel Spass bei dem was ihr tut und liebe Gruesse aus Hoi An (ich bade hier im Meer bei 25 C Wassertemperatur, nur so nebenbei :P)

Dienstag, 9. November 2010

Cuc Phuong Nationalpark



Dieses Wocheneden haben Jana, Knut, Stefan und ich 2 Freiwillige im 120 km entfernten Nationalpark in Cuc Phuong besucht. Zum Nationalpark muss man sagen, dass er sehr abgelegen liegt, quasi im Dschungel und bekannt für seine Affenstation ist. Jana und Knut sind mit dem Bus angereist, für Stefan und mich war das die erste längere Fahrt mit den Mopeds. Länger daher, da man hier in Vietnam für diese Strecke 3,5 Stunden einplanen muss, wenn alles glatt läuft. Wir sind also am Freitag Nachmittag losgefahren und um halb 7 abends in Cuc Phuong angekommen, wobei ab 6 Uhr nur noch mein Licht funktioniert hat, was sehr blöd war, da es zu dieser Uhrzeit schon stockdunkel war. Grund für die Dunkelheit war, dass an diesem Abend weder Mond noch Sterne zu sehen waren, von Straßenbeleuchtung ganz zu schweigen. Freitag haben wir dann nur noch gegessen, sind in unser cooles aber weniger luxuriöses Pfahlhaus eingezogen und haben abends auf der Terasse gechillt. Am Samstag haben wir dann eine Wanderung durch den Jungel unternommen, wobei ich den Tag über leider von Magenkrämpfen gequält wurde. Abends wurde dann wieder auf der Terasse gechillt und über das Leben philosophiert. Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück zuerst zur Schildkrötenstation gegangen und anschließend zur langersehnten Affenstation. Die Affenstation war absolutes Highlight, es gab über 150 Affen zu besuchen, von denen auch einige zahm waren und sich strecheln ließen. Nachmittags sind wir dann wieder zurück gefahren und zum Glück auch wieder gesund im trauten Hanoi angekommen.
Affen sind die Kings!

Dienstag, 2. November 2010

Spenden

Die Ha Tinh Provinz (3 ärmste Provinz in Vietnam) erlebt zur Zeit die schlimmste Flut seit seiner Geschichte. Über 70 Menschen starben und rund 800.000 von 1.200.000 Menschen sind nach Offiziellen Angaben betroffen.

Momentan werden in Ha Tinh von GTZ Mitarbeitern Menschen evakuiert, Hilfsgüter, wie Decken, Wasserkanister und Lebensmittel verteilt. Alle Mitarbeiter der Organisationen DED, DED Weltwärts und GTZ in Ha Tinh helfen der lokalen Bevölkerung und bitten um Ihre Unterstützung.

In Ha Tinh wurden nur am letzten Wochenende mehr als 68.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Es wurden nach Angaben unserer Behörden hier tausende Hektar Ackerboden überflutet. Für die betroffenen Menschen werden dringendst "rund 5000 Tonnen Reis" sowie Medikamente, sauberes Wasser, Hygieneartikel, Kleidung usw. benötigt. Es sind viele Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Kirchen und Verwaltungseinrichtungen getroffen. Bereits Anfang des Monats hatte es nach tagelangen heftigen Regenfällen schwere Überschwemmungen in Ha Tinh gegeben, bei denen mehr als 60 Menschen starben und etliche noch vermisst werden.

Es regnet immer noch und eine Ende ist nicht in Sicht.
Hilfe ist dringend notwendig. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Spenden:  Online bei Betterplace.org spenden, unter:
http://de.betterplace.org/projects/4867-soforthilfe-fur-flutopfer-in-ha-tinh-vietnam

Aktuelles Video:
http://www.youtube.com/watch?v=ICFCM7G5j_0