Für diese 300 km haben wir uns deshalb auch 2 Tage Zeit genommen und sind auch immer möglichst früh los (um 6 Uhr morgens) damit wir tagsüber viel Zeit hatten, die wunderschöne Landschaft zu genießen. Außerdem muss man bedenken, dass es hier um 17 Uhr dämmert und um 18 Uhr dunkel ist und wir bis dahin immer unser Ziel erreicht haben sollten, da die Straßen außerorts oft sehr schlecht ausgebaut sind, von Schlaglöchern übersät sind und es keine Beleuchtung gibt (die „Autobahn“ ist beleuchtet und 'gut' ausgebaut, nicht dass ihr einen falschen Eindruck bekommt ;) ).
Also sind wir am Sonntagmorgen früh los, wurden jedoch schon um 9 Uhr aufgehalten, da es in der Nacht zuvor einen Erdrutsch gab und ein riesiger Felsen und massig Geröll den Weg versperrte. Auf beiden Seiten haben Mopeds, LKWs und Busse gewartet und nach einer halben Stunde ist ein Bagger gekommen und hat nach einer weiteren halben Stunde den Weg passierbar gemacht, der riesige Felsen war zwar immer noch da aber sogar die LKWs sind irgendwie durchgekommen. Ansonsten hatten wir am Samstag keine weiteren Probleme, ich war nur wirklich überwältigt von der Landschaft... Wir sind über einige wirklich krasse Bergketten gefahren und die Aussicht war einfach amazing, ihr könnt euch die Bilder ja selbst anschauen... Ich muss wirklich sagen, dass das was ich bei unserer Tour gesehen habe, zu den schönsten Dingen zählt die ich in meinem ganzen Leben sehen durfte, wenn nicht sogar das Schönste. Es gab immer ein bisschen Nebel, kein Smog, aber auf den Bildern sieht es nach mehr aus als es in Wirklichkeit war, was ich wirklich schade finde weil die Aussicht einfach der Hammer war und die Bilder das nicht 100% wiedergeben können. Es war Landschaftlich einfach total abwechslungsreich, es gab einige Flüsse, Wald, Nadelwald, Gebirgspässe...
So gings auch am Montag weiter, einfach eine unglaublich schöne Landschaft und wir sind sogar 50 km weiter gekommen als eigentlich geplant war.

Wir wollten dann noch kurz einen Fuß nach China setzen und sind zur chinesischen Grenze gefahren (die dünne blaue Linie auf der Karte) wurden jedoch 1 km vor der Grenze von einer Schranke und einem Polizisten aufgehalten, der uns einfach nicht durchfahren lassen wollte. Um 18 Uhr sind wir dann in der Nähe von Ha Giang angekommen und waren recht glücklich, weil wir ein nettes Hotel gefunden hatten. Dazu muss ich sagen dass es echt nervig war, unterwegs immer was zum Schlafen und Essen zu finden, da hier halt nirgends Preise stehen und wir als Ausländer immer viel zu hohe Preise (im Vergleich zu Deutschland immer noch spottbillig) bezahlen sollten und erst ewig handeln mussten und nachdem wir uns auf einen Preis geeinigt hatten das Zimmer oder das Essen oftmals doch teurer war als zuvor ausgemacht. Da keiner von uns fließend Vietnamesisch beherrscht und die meisten Vietnamesen mit denen wir es zu tun hatten kein Englisch sprechen konnten, mussten wir dann halt manchmal mehr zahlen... Die Rückfahrt von Ha Giang nach Hanoi war aber einfach nur be******** wir hatten ein Problem mit Stefans Moped und saßen dann 3,5 Stunden bei einer Werkstatt fest, bis sie endlich den defekten Zündverteiler ausgetauscht haben. Der Zündverteiler war ein spezielles, in China kopiertes Produkt und daher hat das alles so lange gedauert, wäre es ein Normaler gewesen, hätten wir wahrscheinlich nach fünf Minuten wieder weiter fahren können. Wir sind dann um 19 Uhr in Hanoi angekommen und waren alle recht angepisst, aber zum Glück ist uns nichts passiert und wir hatten nie Regen und für den Ausblick hat sich die Stress reiche Rückfahrt dann doch gelohnt.
Ps: Ich gehe am 28. für 2 Wochen nach Kambodscha und werde danach irgendwann darüber schreiben :D
.. ich find, das sieht schon auf deinen Bildern mega schön aus. Kann mir gar nich vorstellen, dass das in Wirklichkeit nochmal besser aussieht!
AntwortenLöschenich kanns mit worten eigentlich wirklich nicht beschreiben aber es ist noch besser :)
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